Webdesigntrends

6 Webdesign Trends 2016 – nicht alle anwenden

Es ist wieder so weit: Wir präsentieren euch die aktuellsten Webdesign Trends 2016. Trends kommen und gehen, so auch Webdesign Trends. Manchmal sind sie unumgänglich, wie beispielsweise das responsive Design. Andere sind freiwillige Veränderungen der Branche, wie beispielsweise das Flat Design.

Ob Sie einem Trend folgen oder nicht, kommt auf den Bedarf Ihrer Besucher und Ihres Business an. Eine Website nur auf Basis von Trends gebaut, verliert schnell an Aktualität. Sehen wir uns die folgenden 6 Trends mit diesen Hintergedanken an.

1. Alles unter dem Hamburger Menu verstecken

 

Squarespace

Auf Smartphones versteckt sich das Menu unter dem Hamburger Icon. Immer mehr schwappt dieses Design auch auf Desktopseiten über. Es ist verständlich, warum dieses Design anspricht. Die Website wirkt schlichter, ruhiger. Und die meisten Besucher sind vertraut mit dem Hamburger Muster. Jedoch ist es nicht für alle Seite praktisch und kann unübersichtlich wirken.

Schwierig ist das Menudesign beispielsweise bei E-Commerce und Newsseiten, bei denen das Entdecken von Themen und Dingen für das Erleben von Website entscheidend ist. Beim Stöbern ein Hamburgermenu öffnen zu müssen, wirkt nur mühsam.

Die Schriftsteller Jennifer Cardello und Kathryn Whitenton betonten:

„Even if the global navigation is difficult to design and hard to maintain, most sites will still be better off shhowing top-level categories to users right away. It’s simply one of the most effective ways of helping users quickly understand what the site is about.“

Um herauszufinden, ob Ihre Website besser ein Hamburgermenu oder ein horizontales benötigt, eignen sich Klick Analysetools wie Usability Tools oder crazyegg

Interessante Erkenntnisse betreffend Nutzerverhalten beim Vergleich der beiden Menus zeigt diese Studie.

2. Startseite Karussell

Heutzutage sind Karusselle auf vielen Websiten zu sehen. Sie sind von visuellem Interesse und bündeln das Durcheinander. Bei grosszügiger Verwendung macht es die Website schwierig zu analysieren. Zudem gibt es noch weitere Argumente, dass sich dieser Trend absetzen sollte.

Karussell

Karusselle sind schlecht für die SEO: Es ist schwierig, Metainformationen in eine Website zu integrieren. Vor allem seit Google die Meta Keywords nicht mehr beachtet und Keywords Informationen direkt von der Seite nimmt. Natürlich zählen die Keywords unterhalb und oberhalb des Karussells. Der Slider und mit ihm der Text wechselt aber ständig und dies wirkt negativ auf die Wertung dieser Keywords.

Schiebt Inhalt unter den Falt: «Above the fold» Inhalte sind zwar nicht mehr so wichtig, wie sie mal waren (wir wissen, wie man scrollt). Google rät aber davon ab, Inhalte nach unten zu schieben. Der Riese bewertet den Text «above the fold» noch immer besser, da hat ein Karussell nicht viel zu bieten.

Zudem zeigt eine Studie aus 2013, dass nur ein Prozent der Besucher auf Karusselle klickt. Viele ignorieren diese und bemerken den Textinhalt gar nicht. Dies wegen des Phänomens «banner blindness».

Dies alles sagt nicht, dass Sie gar keine Karusselle benutzen sollten. Sondern sollten sie so eingesetzt werden, dass der Kunde sie mag. Karusselle können durchaus funktionieren, wenn sie überlegt integriert werden und die UX und Erreichbarkeit nicht einschränken.

3. Parallax Scrolling

Heutzutage sehen wir immer mehr Websiten mit Parallax Scrolling. Die Parallax Scrolling Technik ermöglicht es, den Vordergrund und Hintergrund in unterschiedlichem Tempo zu scrollen, um eine Illusion von Fülle zu kreieren. Es kann einen sehr guten Effekt haben, gute UX ist dabei aber umstritten.
Parallax hat viele Potentiale:

Schlecht für SEO: Websiten, die parallax scrolling benutzen sind meistens auf einer Seite aufgebaut und enthält wenig Inhalt, den Suchmaschinen crawlen können. Das ist vor allem der Fall, wenn Text in Grafiken eingebaut sind.

Langsame Ladezeiten: Eine Website mit vielen Grafiken und Javascript kann längere Ladezeiten haben. Vor allem die mobile Verwendung mit Parallax haben lange Ladenzeiten.

Parallax

Mc Whopper Proposal

Trotzdem geben Parallax Scrolling der Website eine andere Dimension und ermöglichen ein Abheben von anderen. Zudem eignen sie sich dafür, um Geschichten zu erzählen. Mithilfe Grafiken werden dann durch das Scrolling effektiv Geschichten erzählt. Die Website oberhalb beispielsweise hat Foto, Video und Text eingebettet.

4. Komplexe Ladebilder

Erinnern Sie sich noch an die Flash animierten Ladebilder, die Sie abwarten mussten, bevor Sie eine Website besuchen konnten. Heutzutage springt ein Besucher von einer Website ab, die länger als 10 Sekunden zum Laden hat und dies kann Ihren Reingewinn beeinflussen.

Ladezeit

Im oben stehenden Beispiel muss man ein Flashvideo von 41 Sekunden anschauen, bevor man auf die Website Zugriff hat. Es hat keine Navigation, so müssen die Besucher warten.

Ladezeit2

Das zweite Beispiel ist auch nicht spannender und man wartet darauf , dass der Countdown langsam 100% erreicht.

5. Zu viel Javascript

Es scheint, als wäre Javascript heutzutage überall: Social Plugins benutzen sie und auch viele WordPress Plugins. Javascript kann eine Website verzögern und wie bereits erwähnt, möchte niemand auf einer zu langsamen Website verweilen. Javascript kann für vieles benötigt werden, was eine andere Sprache nicht kann. Es kann beispielsweise beim Erstellen von Ladebildern helfen oder bei anderen Stilelementen wie wie Slider.

Es gibt viele Gründe, dass die übermässige Benutzung von Javascript der Website schadet:

Ladezeiten: Zu viele Plugins und Sliders kreieren viele verschiedene Javascripts und Css Daten. Da ist es effizient, dass sie alle von einer Datei laden.

Sicherheit: Javascript können, wie viele Websprachen, angegriffen werden, wenn sie nicht sauber eingebaut sind.

SEO: Suchmaschinen crawlt keine Javascripts. Wenn Ihre Website also viele Javascripts hat, entgehen Ihnen gute Keyword-ratings.

Verstehen Sie uns nicht falsch, generell ist nichts falsch an Javascript. Es hat viele gute Nutzen und ermöglicht uns hübsche Designs im Web zu erstellen. Trotzdem sollten Sie die Menge an Javascript so reduzieren, dass es der Ansicht der Website nicht schadet.

6. Komplexe Typografie

Typografie

Obwohl verschiedenste Schriften zur Verfügung stehen, empfehlen wir nicht mehr als zwei zu benutzen. Zu viele Schriftarten kreieren eine verwirrend und überhäufte Website, was die Lesbarkeit verringert. Hingegen sind Regeln gemacht, um sie zu brechen, es kann auch sein, dass mehr Schriftarten einen guten Effekt ergeben.

Das unten stehende Beispiel von UXPin benutzt Schriftarten der Familie Proxima Nova, was gut funktioniert für eine Klarheit. Aber auch Zwischenraum ist wichtig und es ist nicht unbedingt notwendig, dass die Schriften von derselben Familie sind. Sie müssen nur zusammenpassen.

Typografie2

Hiermit ein paar Tipps:

– Experimentieren Sie mit Schriften. Zielen Sie auf Schlichtheit und saubere Darstellung ab und dass es den visuellen Stil des Unternehmens reflektiert.

– Fokussieren Sie auf Schriftarten, die sich entweder ergänzen oder die so unterschiedlich sind, dass sie einen interessanten Kontrast schaffen. Beachten Sie auch, welchen Effekt es auf der psychologischen Ebene hat. Menschen reagieren ähnlich auf gewissen Schriftarten, wie sie auf Farben reagieren. Ob Sie es glauben oder nicht, Emotionen sind an Schriftarten gebunden. Eine Serifen Schrift hat eine Formelle, traditionelle Wirkung. Eine Sans-Serif gibt das Gefühl von Sicherheit.

Fazit

In den letzten Jahren sind fantastische Trends aufgekommen. Minimalismus inspiriert schlichte, schnelle und einfach zu benutzende Websiten. Unternehmen haben aufgrund des responsive Design weniger Sorge über das Erstellen eines Designs für einen konstanten Strom von neuen Geräten. Gute Designs entstehen und bleiben, aber es gibt viele, die dringend überarbeitet werden sollten.

Über allem muss der Nutze für Benutzer mit Ihrem Design gewährleistet werden. Wenn ein neuer Trend auftaucht, überprüfen Sie ihn immer von verschiedenen Sichtpunkten, bevor Sie dem Trend folgen.

 

Quelle: http://www.awwwards.com/be-careful-about-these-6-web-design-trends-in-2016.html